Heimat stärken durch regionale Energieprojekte

Sichere Energie für Erkelenz – Bürger gestalten ihre Zukunft

Bereits 1994 entstand in Erkelenz die Idee, eine Alternative zur Braunkohle zu schaffen und die Energieversorgung in Bürgerhand zu bringen. Engagierte Bürger setzten sich dafür ein, eine unabhängige und nachhaltige Energiequelle für die Region nach vorne zu bringen. Daraus entstand 2000 das „Bürgerwindrad Loher Heide“, 2002 der „Bürgerwindpark Brachelen in Hückelhoven“ sowie 2003 der Bürgerwindpark „Am Lindchen“ in Linnich. Heute sind bereits ca. 350 Menschen an der Bürgerenergie beteiligt – ein Beweis für die wachsende Unterstützung der Windkraft in der Region.

Bürgerwindparks sind mehr als nur ein Beitrag zur Energiewende. Sie schaffen Arbeitsplätze, stärken die regionale Wirtschaft und bringen Gewerbesteuereinnahmen in die Kommunen. Lokale Fachkräfte profitieren von neuen Beschäftigungsmöglichkeiten, während die Gemeinden zusätzliche finanzielle Mittel vereinnahmen, welche sie für die Infrastruktur, Schulen und Kindergärten, sowie soziale Projekte einsetzen können. Wind und Sonne schicken keine Rechnung – und die Erlöse aus der Bürgerenergie bleiben in der Region, statt an große Konzerne abzufließen.

 

Gleichzeitig ist der ökologische Nutzen enorm: Windkraft reduziert den Ausstoß von CO2 sowie klimaschädlichen Emissionen und trägt aktiv zur Verbesserung der Luftqualität bei. Eine saubere Umwelt bedeutet weniger Atemwegserkrankungen und eine höhere Lebensqualität für alle. Zudem schont die Nutzung erneuerbarer Energien wertvolle natürliche Ressourcen und verhindert die Umweltzerstörung durch den Abbau fossiler Brennstoffe.

Ein Beispiel für eine erfolgreiche Bürgerbeteiligung ist das Ehepaar Schroer aus Houverath, die sich an der Bürgerenergie Loher Heide mit Sitz in Erkelenz beteiligt haben. Die Genossenschaft betreibt seit 2000 eine Windenergieanlage zwischen Houverath und Kühler Hof mit über 90 Inhabern. 

„Als wir durch Wurfsendungen in Houverath über konkrete Beteiligungsmöglichkeiten informiert wurden, waren wir zunächst überrascht über das Angebot, haben aber nicht lange gezögert. Heute sind wir froh, Teil dieses Projekts zu sein und die Genossenschaft genießt unser uneingeschränktes Vertrauen. Es gibt uns nicht nur ein gutes Gefühl, aktiv zur Energiewende beizutragen, sondern es lohnt sich auch finanziell. Wir als Bürger profitieren direkt von der Windkraft vor Ort, anstatt nur zuzusehen, wie finanzstarke Konzerne, die nicht mit der Region verbunden sind, die Gewinne einstreichen.“

Doch Erkelenz hat bisher noch keinen eigenen Bürgerwindpark. Dabei liegen die Vorteile auf der Hand: Bürgerenergie steigert nicht nur die Akzeptanz für Windkraft vor der eigenen Haustür, sondern stärkt auch die wirtschaftliche Unabhängigkeit und den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Zudem leistet sie einen wichtigen Beitrag zum Schutz der Umwelt und damit zur Gesundheit der Menschen in der Region. Wir setzen uns darum auch dafür ein, dass im geplanten Windpark bei Hoven, Matzerath und Schwanenberg möglichst viele Bürgerwindenergieanlagen entstehen können. An diesen Windenergieanlagen können sich vor allem die umliegend wohnenden Bürger beteiligen.

Die Zukunft von Erkelenz liegt in den Händen seiner Bürger. Wer die regionale Wirtschaft stärken, Arbeitsplätze schaffen und aktiv etwas für eine sichere und klimafreundliche Energieversorgung tun möchte, kann und sollte sich an den Bürgerenergievorhaben beteiligen. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um gemeinsam für eine nachhaltige Zukunft einzutreten.